Abschied nehmen habe ich in der Hospizarbeit bei Sterbenden und ihren Angehörigen lernen dürfen. Übergänge begehen bei Hinterbliebenen in der Vorbereitung der Trauerfeier und auf dem Trauerweg. „Übergänge im Werden“ wird nun zu einer Haltung die mich auf dem Weg meines eigenen Älterwerdens beseelt.
Innehalten und mich neu ausrichten.

In jeder Begegnung, bei Fortbildungen und Ritualgestaltungen, in meinem eigenen Alltag.
Die mich tragende und inspirierende Spur ist – aus einem prägenden katholischen Elternhaus kommend – das Konzil der Jugend in Taizé (1974) Ein „Pilgerweg des Vertrauens“(Frère Roger) auf den ich persönlich schauen darf und der mich gerade an existentiellen Übergängen gehalten hat. In der Tiefe der Erschütterung wurde ich an Quellen geführt aus denen sich ein stets neues und kraftvolles Ja ins Leben gezeigt hat. Tiefenpsychologische (C.G.Jung und Psychosynthese) Selbsterfahrungen haben meine inneren Prozesse bis hierher unterstützt.

Was ich heute lebe ist wie die Frucht des Bisherigen und zugleich sich wandelnd in Stille und Präsenz. In Lebendigkeit, Kontemplation und Dasein. Es ist der Gedanke von Sheldon Kopp der mich begleitet:
„Ich bin entschlossen, mich von den Tönen verwandeln zu lassen, die aus der Stille meiner Seele aufsteigen und mein Herz soll die Melodie finden zu der ich mein Leben tanze“.